… die Idee, dass Adam und Eva dick waren

Gesehen im Museum in Pietrasanta – Italien.
Diesen Gedanken hatte ich, als ich in Pietrasanta vor einer Skulptur von Adam und Eva stand.
Nicht die Adam-und-Eva-Version, die wir aus Gemälden und Kirchen kennen. Nicht jung, makellos und geschniegelt für das Paradies. Keine perfekten Körper. Keine Models.
Sondern zwei ganz normale, eher dicke Menschen.
Und ich musste schmunzeln.
Warum eigentlich nicht?
Warum sollten die ersten Menschen aussehen wie die Titelbilder von Hochglanzmagazinen?
Vielleicht hatten Adam und Eva etwas, das uns heute manchmal fehlt: die Freiheit, sich nicht ständig Gedanken darüber machen zu müssen, wie sie aussehen.
Keine Diäten. Keine Fitness-Apps. Keine Kalorientabellen. Keine Influencer.
Nur ein Paradies, ein Apfel und vermutlich wichtigeres zu tun.
Während ich die Figuren betrachtete, wurde mir bewusst, wie sehr unsere Vorstellungen von Menschen durch Kunst, Werbung und gesellschaftliche Ideale geprägt werden. Wir sehen etwas so oft, dass wir es irgendwann für selbstverständlich halten.
Und dann steht plötzlich jemand da und zeigt Adam und Eva ganz anders.
Nicht perfekt.
Nicht idealisiert.
Einfach menschlich.
Genau das hat mir an diesen Figuren gefallen.
Sie haben mich zum Schmunzeln gebracht. Und zum Nachdenken.